Kinderzimmer für Mädchen

Möchtest du ein gemütliches und freundliches Kinderzimmer für Mädchen einrichten, das zum Spielen, Malen, Toben und Kuscheln einlädt? Ich habe bereits Hunderte von Kinderzimmern eingerichtet und zeige dir hier viele Ideen aus meiner bisherigen Arbeit.

Kleines Hausbett mit grünem Betthimmel und Deko aus Naturmaterialien

Ob dezent und neutral in Naturtönen oder mit viel Rosa und verspielter Deko - Mädchenzimmer sind so verschieden wie ihre Bewohnerinnen selbst. Viele Kinder mögen Rosa, und es spricht auch überhaupt nichts dagegen, diesen Farbton im Kinderzimmer einzusetzen. Aber es muss natürlich nicht immer Rosa sein. Es gibt so viele schöne Farben, die einem Raum Wärme, Geborgenheit und Ruhe geben können.

Neben den gewählten Farben solltest du auch Möbel, Teppiche, Textilien und Wandgestaltung gut planen, damit das Zimmer nicht nur heute schön aussieht, sondern auch mit den wechselnden Vorlieben deines Kindes mithalten kann. Vom mitwachsenden Kinderbett bis zur Wandgestaltung zeige ich dir Schritt für Schritt, wie ein schönes Mädchenzimmer entsteht.

Wandgestaltung für Mädchenzimmer

Nichts verändert einen Raum mehr als seine Wände und die gewählten Farben. Wenn du keinen Aufwand scheust, kannst du eine schöne Tapete einsetzen und zum Beispiel nur eine Wand tapezieren, um einen Akzent zu setzen.

Überlege vorher, welche Wand du überhaupt zum Blickfang machen möchtest. Vielleicht die Wand hinter dem Kinderbett, damit dieser Bereich besonders gemütlich wirkt? Oder eine freie Wand in der Spielecke?

Tapeten sind allerdings nicht besonders flexibel. Wenn die Einhornphase plötzlich vorbei ist, lässt sich die Wand leider nicht mal eben umdekorieren. Eine Alternative sind Wandsticker, die sich je nach Material und Hersteller wieder entfernen und manchmal sogar erneut verwenden lassen.

Ob Punkte, Regenbögen, Blumen, Tiere oder etwas ganz anderes - wichtig ist, dass du die Vorlieben des Kindes berücksichtigst und deine Tochter mitentscheiden darf, wie ihr Zimmer aussehen soll. Das muss nicht gleich die komplette Gestaltungsfreiheit über sämtliche vier Wände bedeuten. Ein schöner Kompromiss kann sein, dass dein Kind zum Beispiel eine Spielecke, Bastelecke oder bestimmte Dekoelemente selbst mitgestaltet, während du beim Rest des Raumes darauf achtest, dass alles zusammenpasst.

Schon kleine Kinder haben ziemlich klare Vorstellungen davon, was sie schön finden. Man muss sie nur fragen.

Kinderbett mit weichen Textilien vor braunen Wand mit Reh-Wandtattoo

Möbel fürs Mädchenzimmer

Bei größeren Möbelstücken würde ich möglichst darauf achten, dass sie nicht nur für das aktuelle Alter funktionieren. Ein geräumiger Kleiderschrank, eine Kommode oder ein gutes Regal können viele Jahre im Kinderzimmer bleiben. Auch beim Kinderbett lohnt es sich, darüber nachzudenken, was in zwei, drei oder fünf Jahren noch funktionieren wird.

Mitwachsende und flexibel nutzbare Möbel sind nicht immer die günstigste Anschaffung, können sich aber über die Jahre sehr lohnen - für den Geldbeutel, die Nerven und ganz nebenbei auch für die Umwelt.

Mädchenzimmer mit Blumenwand, mitwachsendem Bett und Spielzeugregalen

Umbaubares Kinderbett oder Hausbett?

Die wichtigste Anschaffung im Kinderzimmer ist meistens das Bett. Wenn du möglichst lange mit einem Bett auskommen möchtest, sind mitwachsende Modelle sehr praktisch. Manche Betten lassen sich verlängern, vom niedrigen Bett zum Halbhochbett umbauen oder später mit zusätzlichen Elementen erweitern. Das ist besonders sinnvoll, wenn du den Raum von Anfang an für mehrere Jahre planen möchtest.

Umbaubares Halbhochbett mit Kuschelecke und Spielecke im Mädchenzimmer

Wenn du das Mädchenzimmer dagegen verspielt und besonders kuschelig einrichten möchtest, kann ein Hausbett wunderschön aussehen. Mit einem Betthimmel, Kissen, einer Lichterkette oder einer kleinen Betttasche wird daraus schnell ein richtig gemütlicher Schlafplatz.

Hausbetten gibt es inzwischen in vielen Größen. Ich würde allerdings nicht automatisch ein sehr kleines Bett kaufen, nur weil das Kind noch klein ist. Wenn der Platz vorhanden ist, kann eine größere Liegefläche deutlich länger genutzt werden. Aber wie immer gilt: Das schönste Bett nützt nichts, wenn es den halben Raum auffrisst und deshalb kein Platz mehr zum Spielen bleibt.

Hausbett mit Lichterkette und weicher Bettwäsche in Rosa, Beige und Grün

Kleiderschränke und Regale

Neben dem Kinderbett brauchst du Stauraum - aber nicht automatisch möglichst viel davon. Bevor du einen riesigen Kleiderschrank ins Zimmer stellst, frage dich zuerst: Was muss überhaupt in diesem Raum untergebracht werden?

Wenn Kleidung auch im Schlafzimmer oder in einem anderen Raum Platz finden kann, ist das gerade bei kleinen Kinderzimmern manchmal die bessere Lösung. Denn ein zusätzlicher Quadratmeter Spielfläche ist für ein kleines Kind oft wertvoller als ein riesiger Schrank.

Ist der Raum dagegen schön groß, lohnt sich die Anschaffung eines geräumigen, vlt. sogar 3-türigen Kleiderschranks auch schon in den ersten Jahren.

Für Spielzeug und Bücher funktionieren niedrige Regale besonders gut, weil Kinder ihre Sachen selbst erreichen können. Körbe, Kisten oder geschlossene Fächer bringen zusätzlich Ruhe in den Raum.

Du musst übrigens nicht zwingend alle Möbel aus derselben Serie kaufen. Viel wichtiger ist, dass Materialien, Farben und Proportionen zusammenpassen. Ein wild zusammengewürfelter Möbelzoo macht einen Raum schnell unruhig - ein bisschen Mischung dagegen kann sogar sehr schön aussehen.

Regal mit Holzspielzeug und Spielzeugkisten vor einer gepunkteten Wand

Teppiche fürs Mädchenzimmer

Weich und warm sollen sie sein, dazu am besten pflegeleicht und aus natürlichen Materialien. Und hübsch sowieso. Ganz schön viel verlangt von einem Teppich.

Der Kinderteppich sollte zur restlichen Einrichtung passen. Er kann einfarbig sein oder Motive wie Blumen, Regenbögen, Punkte oder Streifen haben. Dabei müssen sich nicht zwingend exakt dieselben Farbtöne wiederholen. Es reicht, wenn sich die Farben miteinander vertragen und der Teppich nicht wirkt, als wäre er versehentlich im falschen Zimmer gelandet.

Alternativ kannst du einen großen, neutralen Teppich wählen, der sich eher zurücknimmt. Dann ist er weniger Dekoelement und sorgt vor allem für eine warme Spielfläche und bessere Akustik.

In einem großen Kinderzimmer können auch mehrere Teppiche funktionieren. Ich würde dann entweder ähnliche Modelle wählen oder mit einem großen Hauptteppich und einem kleineren Bettvorleger arbeiten. So wirkt es bewusst ausgewählt - und nicht wie eine Teppichausstellung.

Mädchenzimmer in Beigetönen mit Teppichen, Regal, Hausbett und Holzspielzeug

Betthimmel, Kissen und weitere Textilien

Was gibt es Schöneres, als kuschelweiche Textilien auszusuchen, um ein Mädchenzimmer gemütlich zu machen? Ein runder Baldachin, ein Hausbetthimmel, Bettwäsche, Kissen, Vorhänge, Betttaschen oder Girlanden können aus einem eher nüchternen Raum sehr schnell ein richtig gemütliches Kinderzimmer machen.

Wenn du farblich flexibel bleiben möchtest, wähle größere Textilien in ruhigeren Tönen und bringe kräftigere Farben über einzelne Kissen, eine Girlande oder andere kleine Dinge hinein.

Denn wenn plötzlich statt Rosa unbedingt Grün angesagt ist, möchtest du vermutlich nicht Bettwäsche, Vorhänge, Teppich, Betthimmel und fünf Kissen gleichzeitig austauschen. Außerdem kannst du Dekoelemente immer wieder rotieren. Ein paar Dinge verschwinden für einige Monate im Schrank und kommen später wieder heraus - und plötzlich fühlen sie sich fast neu an.

Hausbett mit Betthimmel, weichen Kissen, Bettwäsche und creme Vorhängen

Dekoration fürs Mädchenzimmer

Dekoration macht ein Kinderzimmer persönlicher und darf natürlich verspielt sein. Je nach Alter und Interessen können Tiere, Blumen, Punkte, Ballons, Regenbögen, Sterne oder ganz andere Motive auftauchen.

Besonders schön sind Dekostücke aus natürlichen Materialien - kleine Wandregale, Körbe, Holzfiguren oder Rattan bringen sofort Wärme in den Raum. Auch Anhänger oder Lichterketten können sehr schön sein. Sie funktionieren am Bett, an einem Baldachin, am Fenster oder an einem Wandregal.

Poster sind ebenfalls eine einfache Möglichkeit, ein Zimmer zu verändern, ohne gleich die Tapete wieder herunterzureißen. Aber bitte nicht gleich jede Fläche dekorieren, nur weil sie noch frei ist. Ein Kinderzimmer darf auch Stellen haben, an denen einfach mal nichts passiert. Genau diese Ruhe lässt die schönen Dinge oft erst wirken. Mehr dazu in meinem Beitrag Wohnpsychologie im Kinderzimmer.

Spielzeugregal mit Kisten und Wanddeko in Flieder und Gelb

Kuschelecke zum Relaxen im Kinderzimmer

Wenn du genügend Platz hast, richte eine kleine Kuschelecke ein. Dafür brauchst du keinen großen Raum. Manchmal reicht eine bisher ungenutzte Ecke mit einem Baldachin, einem Sitzsack oder einer Spielmatte und ein paar Kissen - vielleicht auch unter dem Hochbett.

Eine Spielmatratze ist besonders praktisch, weil sie flexibel genutzt werden kann. Heute Kuschelecke, morgen Turnmatte, übermorgen Höhle - Kinder sind da erfreulich wenig festgelegt. Bei Platzmangel kann sie unter dem Bett verschwinden und nur hervorgeholt werden, wenn sie gebraucht wird.

Auch kleine Energiebündel brauchen zwischendurch einen ruhigen Ort. Gerade nach Kindergarten oder Schule kann ein Platz zum Lesen, Kuscheln oder einfach Nichtstun so wertvoll sein.

Mädchen in der Kuschelecke unter dem Hochbett

Mal- und Bastelecke

Viele Kinder malen und basteln gern - Mädchen genauso wie Jungen. Wenn dein Kind kreativ ist, lohnt es sich, dafür einen festen Platz einzurichten. Dazu gehören ein kleiner Tisch, ein Stuhl oder Hocker und Platz für Papier, Stifte und Bastelmaterial. Dinge, die häufig benutzt werden, sollten möglichst leicht erreichbar sein.

Und die fertigen Kunstwerke dürfen natürlich raus aus der Schublade. Hänge Bilder auf, stelle etwas Gebasteltes ins Regal oder schaffe einen Platz, an dem neue Werke immer wieder ausgetauscht werden können. Kinder sind meistens ziemlich stolz darauf, wenn ihre Sachen nicht nach fünf Minuten heimlich im Altpapier verschwinden.

Malecke im Mädchenzimmer mit Tisch, Stuhl, Wandregal und Wald-Deko

Spielzeug für Mädchen

Welches Spielzeug ins Mädchenzimmer gehört? Das, womit dieses Mädchen gern spielt.

So einfach ist es eigentlich.

Kinder verarbeiten im Spiel das, was sie sehen, erleben und interessant finden. Wenn ihr täglich an einer Baustelle vorbeilauft, können Bagger plötzlich das Größte sein. Wenn dein Kind beim Kochen helfen darf, wird vielleicht die Spielküche ständig benutzt. Wenn gerade ein Baby in der Familie angekommen ist, werden Puppen gefüttert, gewickelt und herumgetragen.

Deshalb halte ich wenig davon, Spielzeug nach Geschlecht auszuwählen - aber genauso wenig davon, bestimmte Dinge aus Angst vor Klischees bewusst auszuschließen.

Wenn deine Tochter rosa liebt, Puppen wickelt und Glitzer großartig findet, ist das genauso in Ordnung wie ein Mädchen, das Dinos sammelt, Eisenbahnen baut und beim Anblick eines Baggers ausflippt.

Kinder brauchen keine Erwachsenen, die ihnen erklären, was sie interessieren sollte. Wir müssen nur genau hinschauen, womit das Kind wirklich gern spielt.

Kinderzimmer mit beige Spielmatte, Spielküche und Holzspielzeug auf dem Boden

Am Ende muss ein Mädchenzimmer vor allem eines sein: das Zimmer dieses einen Mädchens. Wenn sie sich darin wiederfindet, gern spielt, zur Ruhe kommt und ihre kleinen Schätze unterbringen kann, hast du ziemlich viel richtig gemacht.


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Hier zeige ich dir, wie dein Kinderzimmer gemütlich wird.

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Kinderzimmer für Jungen